Pressemitteilung: Auszug der Identitären Bundeszentrale

Erfolgsmeldung aus Rostock: Die Initiative „Résistance – Keine Identitären Zentrale in Rostock“ hat nach gut 2 Jahren ihr Ziel erreicht: Die Bundeszentrale der Identitären macht dicht. „Unser langer Atem zahlt sich aus“, sagt Martin Lichterfelde, Pressesprecher der Initiative „Résistance – Keine Identitären-Zentrale in Rostock“, freudig. Ende 2016 entstand in Rostock das strukturelle und organisatorische Zentrum der Bundesidentitären. Auf 100qm zentrumsnaher Büroetage wurde für den Bundesverband die Mitglieder- und Strukturverwaltung, Kampagnenplanung und der vereinseigene Versandhandel „IBLaden“ betrieben. Ein Blick auf zentrale Internetseiten der Identitären zeigt die Adresse des rechten Hauptquartiers: Graf Schack Straße 7. Doch am vergangen Wochenende wurde dem vorläufig ein Ende gesetzt: „Wir haben reges Auszugstreiben beobachtet.“, erklärt Lichterfelde.
Seit 2016 beschäftigt sich die Initiative mit den Identitären in der Hansestadt und den bundesweiten Verstrickungen der Rostocker Kader. Nach umfangreicher inhaltlicher und struktureller Aufarbeitung, nahm die Initiative im Frühjahr diesen Jahres besonders die identitäre Bundeszentrale in den Blick. „Wir haben immer wieder auf die Gefahren der Identitären, ihren strukturellen und personellen Überschneidungen zur AfD und der zentralen, strukturgebenden Rolle der Rostocker Kader im bundesweiten Kontext hingewiesen.“, klärt Lichterfelde. Auch ein offener Brief, getragen von über 30 zivilgesellschaftlichen Organisationen, Landtagsabgeordneten und Kommunalpolitikern, der die Vermietung der Büroetage aufforderte, den Mietvertrag mit der rechten Organisation aufzukündigen, wurde veröffentlicht. Im April 2018 beteiligten sich 1000 Rostockerinnen und Rostocker an einer Demonstration gegen die identitäre Bundeszentrale.
„Der zivilgesellschaftliche Druck und der Druck von der Straße waren enorm. Wir haben es ermöglicht, dass es die Bundeszentrale an diesem Standort vorerst nicht mehr gibt. Das ist ein großer Erfolg“, versichert der Pressesprecher. Gleichzeitig zeigt sich Lichterfelde jedoch auch besorgt. Man müsse wachsam bleiben und die Struktur weiterhin genau beobachten, ebenso, ob und wie sich nun die Aktivitäten der Kader verlagern. Ein Umzug in ein anderes Objekt sei nicht ausgeschlossen, ebenso eine Umstrukturierung.

PRESSEMITTEILUNG: Tagung zu Identitären in Rostock abgesagt

Rostock. Die Initiative „Résistance – Keine Identitären-Zentrale in Rostock“ hatte für den kommenden Freitag eine ganztägige wissenschaftliche Tagung unter dem Namen „Die neue „Bewegung“ von rechts? Die Identitäre Bewegung – was ist das?“ angekündigt. Die Tagung muss nun kurzfristig aufgrund mehrerer Krankheitsmeldungen von Referierenden abgesagt werden.

Martin Lichterfelde, Sprecher der Initiative, zeigt sich enttäuscht: „Die Tagung stieß auf großes Interesse seitens der wissenschaftlichen Community und Öffentlichkeit. Wir verstehen jedoch, dass die Gesundheit der Referierenden selbstverständlich vorgeht.“ Gleichzeitig versichert Lichterfelde jedoch optimistisch:„Damit diesem Interesse Rechnung getragen werden kann, wird der Termin im Herbst nachgeholt.“

Pressemitteilung: Initiative veranstaltet wissenschaftliche Tagung zu Identitären

Rostock. Anfang April demonstrierten 1000 Menschen gegen die Bundeszentrale der sogenannten „Identitären Bewegung“ im Rostocker Zentrum. Die friedliche Demonstration bildete den vorläufigen Höhepunkt der Kampagne „Kein Raum für Nazis – Zentrale der Identitären dichtmachen“, welche die Initiative „Résistance – Keine Identitären-Zentrale in Rostock“ ins Leben rief. Nun folgt die nächste Großveranstaltung der Gruppe. Gemeinsam mit Universität und Studierendenvertretung wurde eine ganztätige Tagung organisiert, die am 15. Juni 2018 ab 10 Uhr in der Aula des Universitätshauptgebäude stattfinden wird.

Eingeladen wurden Wissenschaftler_innen und Journalist_innen aus Österreich und Deutschland. „Wir haben die Tagung thematisch geteilt. Die ersten beiden Referierenden werden über die strukturelle Aufstellung der Identitären in Europa und Deutschland sprechen. Im zweiten Teil geht es um die ideologische Aufstellung, nämlich wie sich der Antifeminismus und Antisemitismus der Identitären äußert“, so Martin Lichterfelde, Sprecher der Initiative. Jan Müller, wissenschaftlicher Mitarbeiter am politikwissenschaftlichen Institut der Universität Rostock, wird durch den Tag als Moderation leiten.

„Wir wünschen uns selbstverständlich einen wissenschaftlichen Diskurs innerhalb und außerhalb der Universität, der auch über die Tagung hinausgeht.“, hofft Lichterfelde. Die öffentliche Tagung richte sich jedoch nicht nur an Studierende und Universitätsangehörige, sondern insbesondere auch Lehrerinnen und Lehrer und eine interessierte Öffentlichkeit. Die Tagung beginnt um 10 Uhr und ist kostenfrei.

Nordkurier-Kommentator geht Identitären auf den Leim

Seit dem 01. Juni 2018 scheinen die Seiten der Identitären Deutschland und auch Mecklenburg-Vorpommern auf den Plattformen Facebook und Instagram gesperrt zu sein. Der Nordkurier-Autor Gabriel Kords war sich nicht zu schade, den Vorgang auf seine Art und Weise zu kommentieren. Es zeigt sich jedoch, dass Kords offensichtlich über wenig Sachverstand – was die Identitären betrifft – verfügt. Lieber Herr Kords, gern helfen wir auf die Sprünge – im Übrigen sind wir auch immer per Mail oÄ erreichbar, falls es mal sachgerechte Einschätzungen braucht. Weiterlesen

Redebeitrag vom Rätekommunistischem Arbeiter_innebund und IWW

Klassenkämpferischer Aufruf zur Demonstration gegen die Bundeszentrale der „Identitären Bewegung“ in Rostock am 07. April.
Die Identitären haben sich in der Graf-Schack-Straße im Rostocker Bahnhofsviertel eingenistet. Sie geben die Adresse als Bundeszentrale ihrer „Bewegung“ an. In der Nachbarschaft zu Maklerbüros, Versicherungsfilialen und Zahnarztpraxen betreiben sie ihren Internethandel mit neofaschistischen Propagandamitteln. Die Räumlichkeiten dienen der Lagerung von Material oder dem Treffen mit Kameraden. Dass diese Infrastruktur der rechten Gruppe in Rostock liegt, ist kein Zufall, denn einige relevante Kader sind Rostocker. Dass es die Faschist_innen in das Villenviertel gezogen hat, ist neben der kameradschaftlichen Verflechtung mit dort ansässigen Onlineunternehmern wohl auch der Tatsache geschuldet, dass diese Umgebung ihrem elitären Selbstbild gerecht wird. Neben der Upper Class residieren hier diverse Burschenschaften mit teils extrem rechten Grundprinzipien, wie etwa die Redaria Alemania(!). Es verwundert nicht, dass IB-Mitglieder gleichzeitig auch Redaren sind. Der Elitarimus, Sexismus und Sozialchauvinismus der Verbindungen, denen die IB nahe steht, ist ein wesentliches, gemeinsames Element der Akteure. Es ist dieser Anspruch des rechten Avantgardismus, welcher sich in der Wahl des Standortes niederschlägt und der die Identitären von anderen rechten Szenen und Gruppen wiederum maßgeblich unterscheidet. Während Kameradschaften oder NPD einen plumpen, antisemitischen pseudo-Antikapitalismus propagieren, der die „rassisch einwandfreien Angehörigen der Volksgemeinschaft“ als gleiche annimmt, ohne dabei die Klassen aufzulösen, ist bei den Identitären vom Kapitalismus so gut wie nicht die Rede. Weiterlesen

Redebeitrag Demo 07.04. aus feministischer Perspektive

Redebeitrag aus feministischer Perspektive 07.04.2018

Die „Identitären“, eine neofaschistische Gruppierung mit Bundessitz in der Graf-Schack-Straße 7, versuchen sich immer wieder als hippe Jugendbewegung zu tarnen. Dabei ist ihr altbekannter Rassismus aber nicht zu verstecken. Genau wie NPD, AfD und andere Nazi-Gruppierungen schreiben sie Menschen unabänderbare Eigenschaften zu, aufgrund von angenommener Herkunft, bzw., wie die Identitären sagen „Kultur“. Begriffe wie „Kultur-“ oder „Heimatkreise“ wurden schon zur Zeit des Nationalsozialismus benutzt und sind deshalb nichts neues, sondern genau die gleiche rassistische Scheiße. Das ist auch nicht verwunderlich, denn viele ‚identitäre‘ Kader sind bereits durch ihre Vergangenheit in der NPD Jugendorganisation „Junge Nationalisten“, Kammeradschaften oder völkischen Siedler-Gruppen bekannt. Was etwas neuer ist, ist ihre Verbreitung von Ideologien über Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter, Instagramm und Co. Sie dokumentieren ihre Aktionen, wie beispielsweise die Besetzung des Brandenburger Tors mit Fotos und Video Aufnahmen, die sie medial ausschlachten um eine möglichst große Öffentlichkeit zu erreichen, so schaffen sie es oft Aktionen relevanter erscheinen zu lassen, als sie eigentlich sind. Zuletzt sind die ‚Identitären‘ hier in Rostock bei einer Störaktion in der Uni auffällig geworden. ‚Identitäre‘ aus sieben Bundesländern reisten an, um eine Veranstaltung des Zentrums für politische Schönheit für ganze zwei Minuten zu stören und danach alles ins Netz zu stellen. Dreh- und Angelpunkt war dabei die bereits erwähnte Graf-Schack-Straße 7: Zur Vorbereitung, zur Nachbereitung, zum sich-selber-feiern. Weiterlesen

Redebeitrag Demo 07.04. aus jugendlicher Perspektive

Rote Jugend statt gelbe Scheiße – Hammer und Sichel statt Lambda

Wir sind heute auf der Straße, weil die Identitären in unserer Stadt ihre Bundeszentrale eröffnet haben und versuchen, ihr faschistisches Weltbild, unter dem Begriff einer sogenannten nationalen Revolution hier zu verbreiten. Sie versuchen, ihre lächerlichen Traditionen im Sinne von antisemitischem und völkischem Gedankengut in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Für uns ist das nicht hinnehmbar!
Aus unserer Stadt heraus planen sie Aktionen, die in sozialen Medien aufgebauscht werden, sie kleben rassistische Sticker und wollen mit vermeintlich kecken Sprüchen wie „Jugend ohne Migrationshintergrund “ punkten. Sie fahren aufs Mittelmeer, um Rettungsaktionen für Geflüchtete zu verhindern und sie dem Ertrinken zu überlassen. Sie hetzen gegen unsere Freund*innen und Genoss*innen, weil sie vielleicht nicht hier geboren wurden, sich nicht auf Nation und Tradition beschränken wollen, oder nicht bereit sind, den Geschlechterrollen der Identitären zu entsprechen. Weiterlesen

Redebeitrag Demo 07.04. aus migrantischer Perspektive

As Salamu alaykum, Rojbas, Merhaba und Hallo Rostock!

Auf der Homepage der Identitären MV steht geschrieben: „Von Integration kann schon lange keine Rede mehr sein“ Guckt uns doch an, wir sind kein Einzelfall. Integration ist nicht das Problem wenn in dem Land Rassismus herrscht. Wir müssen das Doppelte, das Dreifache an Aufwand leisten und erhalten die Hälfte der Anerkennung.
Tagtäglich haben Menschen mit Migrationshintergrund den Drang uns selbst zweifach, als Frau auch dreifach beweisen zu müssen: bloß nicht auffallen, Sprache perfektionieren, beweisen dass wir eben keine Kanack/innen sind, die aus Spaß demonstrieren.
Wir sind hier und demonstrieren für unsere, für die Sicherheit vor den Identitären auf den Straßen der KTV, aber auch, wie die Identitären es nennen, Sicherheit in unseren „Multikulti Ghettos“
Nazis raus aus den Kneipen in Lütten Klein, verboten sei es euch Döner bei Mister Kebap zu kaufen oder Obst vom Lieblingsaraber auf dem Wochenmarkt in Lichtenhagen. Weiterlesen