„Identitäre Bewegung“ marschiert auf

Berlin Anhänger der rechten „Identitären Bewegung“ sind gestern vor dem Bundesjustizministerium aufmarschiert, um gegen Ressortchef Maas zu protestieren. Nach Polizeiangaben versammelten sich etwa 50 Menschen zu einer unangemeldeten Demonstration. Sie hätten versucht, sich Zutritt zum Gebäude zu verschaffen, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Dies sei jedoch verhindert worden. Eine Person sei festgenommen worden wegen Verstoßes gegen das Versammlungsrecht. Die Lage sei unter Kontrolle. Die Anhänger der Gruppe skandierten Sprüche wie „Maas muss weg“ und hielten ein Transparent mit der Aufschrift „Zensurministerium“. Es organisierte sich eine spontane Gegendemonstration gegen die rechte Aktion – mit Plakaten wie „Nazis raus“. Die „Identitäre Bewegung“ wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Sie wendet sich gegen vermeintliche Überfremdung. Die Gruppe hat schon mehrfach mit Protestaktionen auf sich aufmerksam gemacht. Im vergangen August besetzte sie kurzzeitig das Brandenburger Tor. Maas ist seit längerem eine Feindfigur für die rechte Szene, weil er sich gegen Rechtsextremismus stark macht.

Schweriner Volkszeitung

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