Warum „die Identitären“ keine Bewegung sind!

Was zeichnet eine Bewegung aus?

Von einer sozialen Bewegung ist die Rede, wenn diese aus einem Netzwerk aus verschiedenen Organisationen und Gruppierungen besteht, welche sich zweckdienlich zu einem größerem Ganzen zusammengeschlossen haben, um gemeinschaftlich einen gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Wandel herbeizuführen.

Zeichnet das „die Identitären“ aus? Klare Antwort: Nö!

„Die Identitären“ reden vielleicht davon, aber die Realität sieht anders aus. Bei den Aktivistinnen und Aktivisten der „Identitären“ handelt es sich um eine kleine Gruppe junger Leute, die auf maximal 150-200 Personen in ganz Deutschland geschätzt wird. Sie reisen von Ort zu Ort, um dort öffentlichkeitswirksame Aktionen umzusetzen. Von einer breiten Bewegung kann nicht die Rede sein.

Mit Hilfe moderner Medien wie unterschiedlichen Internet-Plattformen (Twitter, facebook, Instagram oder youtube) und bestimmter Schnitttechniken ihrer Videos, versuchen sie dann wie eine einflussreiche Masse an Menschen zu wirken, die etwas „großes Bedeutendes“ darstellt. Tatsächlich sind sie allerdings so gering personell besetzt, dass sie für die Umsetzung ihrer Aktionen zum Teil sogar Aktivistinnen und Aktivisten aus Österreich heranziehen müssen.

Also viel Lärm um nichts?

Vielmehr sind sie eine Gruppierung, die klar hierarchisch organisiert ist. Zudem versuchen „die Identitären“, im Gegensatz zu sozialen Bewegungen, keine konkreten politischen Forderungen durchzusetzen, sondern ihre abstrakte Ideologie und verzerrte Wahrnehmung der Realität zu verbreiten.

Dass bei „den Identitären“ nicht von einer Bewegung gesprochen werden kann, sollte allerdings nicht den Blick für die neofaschistische Organisierungsforum und ihr Gedenkengut versperren. „Die Identitären“ sind nicht so groß und einflussreich, wie sie sich gern geben, stellen aber dennoch durch ihre Struktur und Ideologie eine Gefahr für ein freiheitliches und friedliches Zusammenleben dar.

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