Identitäre Identität der AfD

Ein Politologe aus Rostock beobachtet eine immer weiter voranschreitende Annäherung zwischen der AfD und der als rechtsextremistisch geltenden Identitären Bewegung.

Rostock. In Mecklenburg-Vorpommern muss nach Einschätzung des Rostocker Politikwissenschaftlers Jan Müller mit einem häufigeren Auftreten der rechtsextremistischen Gruppierung Identitäre Bewegung (IB) gerechnet werden. Zuvor war bekannt geworden, dass an einem Treffen des Rostocker AfD-Kreisverbands mindestens ein führender Kopf der Identitären Bewegung anwesend gewesen sei. Es gebe enge Bindungen zu Mitgliedern der AfD, sagte Müller am Freitag: „Die Akteure kennen sich schon lange, gerade in Mecklenburg-Vorpommern hat der AfD-Landesverband ein Abgrenzungsproblem zu extrem rechten Gruppierungen und Meinungen.“ Bei dem Treffen des Kreisverbands soll ein AfD-Vorstandsmitglied laut „Ostsee-Zeitung“ für einen Schulterschluss mit der IB plädiert haben.

Auch mit Blick auf die jüngste Störung einer Veranstaltung an der Uni Rostock (Nordkurier berichtete) durch rund 30 rechte Aktivisten müsse diese Entwicklung mit Sorge betrachtet werden, sagte Müller: „Die IB hat kein Interesse an einer demokratischen Auseinandersetzung, sie ist stattdessen auf Störung von Veranstaltungen und Diskreditierung aus.“ Bereits im November 2017 hatte der AfD-Abgeordnete Ralph Weber, gesagt, seine Partei solle sich für die IB öffnen.

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Nordkurier vom 12.02.2018

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