Demo im April: Rostock macht mobil gegen Identitäre

Am Mittwoch machten Initiativen mit der öffentlichen Markierung von wichtigen Treffpunkten auf sich aufmerksam

Mit der öffentlichen Markierung von wichtigen Treffpunkten der „Identitären“ in Rostock haben die Initiative „Résistance – Keine Identitären-Zentrale in Rostock“ und das Bündnis „Rostock nazifrei“ am Mittwoch für Aufsehen gesorgt.

Auf Schildern, die in Evershagen und im Bahnhofsviertel angebracht wurden, war unter anderem zu lesen: „Von hier aus wird rassistische Gewalt organisiert“ oder „Von hier aus verbreitet der Bundessprecher der ,Identitären‘ rassistische und menschenverachtende Hetze!“

Die Gruppierung machte damit die Treffpunkte der „Identitären“ öffentlich und thematisierte die Verwurzelung in den Vierteln. „Vielleicht sind sie in ihren Räumen ruhig, stören niemanden und benehmen sich wie gute Nachbarn. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Rostock als Standort für die rassistischen und zuweilen aggressiven Identitären ein wichtiges Standbein ist“, meint Martin Lichterfelde, Sprecher der Initiative Résistance. „Rostock ist strukturgebend für die ,Identitären‘ deutschlandweit. Von hier aus werden die großen Kampagnen gesteuert und die Mitglieder werden hier verwaltet.“ Daher sei es notwendig, mit einer kreativen Aktion darauf aufmerksam zu machen. Dies sei heute gelungen, meint Lichterfelde. Am 7. April soll die Kampagne in einer Demonstration gipfeln.

Die „Identitären“ gelten als rechtsextremistische Gruppierung, die deutschlandweit aktiv ist. Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Recherchen der OZ hatten jüngst aufgedeckt, dass die Rostocker AfD mit den „Identitären“ kooperieren will.

„Résistance – Keine Identitären-Zentrale in Rostock“ ist eine Initiative, bestehend aus verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren der Hansestadt. „Rostock nazifrei“ ist ein Bündnis, das sich aus vielen Personen unterschiedlicher Vereine, Organisationen, Parteien und gesellschaftlicher Gruppen zusammensetzt.

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Ostsee-Zeitung-Rostock vom 16.02.2018

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