Demos in Lütten Klein: Nur kleinere Zwischenfälle

Mehr AfD-Gegner als Anhänger auf der Straße / Polizei kann beide Lager auseinander halten

Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen hat die AfD gestern zum Protest gegen die Islamisierung in Rostocks Nordwesten aufgerufen. Nach zwei Aufmärschen in Evershagen war nun der Stadtteil Lütten Klein an der Reihe. Und bereits zum dritten Mal stellte sich der AfD ein gesellschaftliches Bündnis in den Weg.

Mehr als 500 Einsatzkräfte hatte die Polizei in Lütten Klein aufgeboten, darunter auch eine Hundertschaft aus Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover. Den Beamten gelang es, für einen reibungslosen Ablauf der angemeldeten Versammlungen zu sorgen – und sie konnten die verfeindeten Lager auseinanderhalten. Laut Polizei brachte die AfD 500 Anhänger auf die Straße. Das Gegenlager war deutlich größer. Hier nahmen laut Polizei 600 Menschen an der Demo teil, die Veranstalter sprachen gar von 900. Ihre nächste Kundgebung hat die AfD für den 11. Juni angemeldet. Inhaltlich unterschied sich das Anliegen gestern nicht von den vorangegangenen Demos in Evershagen. „Islamisierung stoppen“ stand auf Transparenten. In den Reden gab es jede Menge islamfeindliche Parolen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) müsse nicht nur weg, sondern gehöre in Haft. Vom Demo-Wagen erklangen erneut Pionierlieder und Märsche. Im Rahmen des Einsatzes in Lütten Klein leitete die Polizei am Abend dann noch Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und gefährlicher Körperverletzung sowie Widerstands gegen Polizeibeamte ein.

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Ostsee-Zeitung-Rostock vom 15.05.2018

 

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