Demo-Wochenende startet friedlich

300 Teilnehmer bei Protestmarsch gegen rechte Strukturen

Es war der Auftakt zum Rostocker Demo-Wochenende – und es blieb friedlich: Mehr als 300 Teilnehmer demonstrierten gestern Abend während eines Protestmarsches gegen rechtsextremistische Strukturen in Rostock. Aufgerufen zu der Kundgebung hatte die Antifaschistische Koordiniation Rostock.

Eskortiert von der Polizei zog die Demo vom Margaretenplatz in der KTV bis zum Goetheplatz in der Bahnhofsvorstadt. Stationen machten die zum großen Teil vermummten Teilnehmer unter anderem vor der Bundeszentrale der als rechtsextrem eingestuften Identitären Bewegung sowie vor der Galerie des im Mai vom Landgericht Rostock wegen Volksverhetzung verurteilten ehemaligen AfD-Politikers Holger Arppe. „Wir werden es nicht hinnehmen, dass sich in Rostock eine rechtsextremistische Stimmung wie in Dresden oder Chemnitz ausbreitet“, so ein Redner während des Protestmarsches.

Heute werden zur Kundgebung der AfD und den Gegendemos von Gewerkschaften, Parteien und Initiativen Tausende Menschen in der Hansestadt erwartet. Ab 16 Uhr sind viele Straßen um die Innenstadt komplett gesperrt. Gestern Abend kam es zunächst nur zu kleineren Behinderungen.

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Ostsee-Zeitung-Rostock vom 22.09.2018

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