AfD scheitert mit Moschee-Ablehnung

So turbulent ging es lange nicht mehr zu im Rathaus: Die Stadtvertreter wurden gestern Abend schon vor der Tür von etwa 30 Demonstranten mit Rasseln und Plakaten mit der Aufschrift „Moschee ne“ empfangen. Denn auf der Tagesordnung der Kommunalpolitiker stand ein Antrag der drei AfD-Stadtvertreter, der ein Verbot des Verkaufs städtischer Grundstücke und Liegenschaften an den Islamischen Bund vorsah.

Hintergrund: Die Stadt plant die Veräußerung der alten Kaufhalle in der Otto-von-Guericke-Straße an den Islamischen Bund Schwerin. Petra Federau begründete ihren Antrag unter anderem damit, dieser Verkauf sei „der Todesstoß für das Mueßer Holz“.

Das sieht die Mehrheit der Stadtvertreter anders. Obgleich Silvio Horn von den Unabhängigen Bürgern das Thema noch in den Ausschüssen diskutieren wollte, votierte die Mehrheit für sofortige Abstimmung. Und die fiel sehr deutlich aus: Nur die AfD-Abgeordneten stimmten für ihren Antrag, 30 dagegen bei acht Enthaltungen. bert

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Schweriner Volkszeitung-Schwerin vom 30.10.2018

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