Identitäre schlagen in MV zu

STRALSUND An einer bundesweiten Plakataktion, zu der sich die rechtsextreme Identitäre Bewegung im Internet bekannte, haben sich in der Nacht zu gestern offenkundig auch Anhänger der Szene in Mecklenburg-Vorpommern beteiligt. Wie die Polizei am Abend mitteilte, waren Parteibüros der Grünen und der SPD in Stralsund betroffen. Dort seien jeweils ein Bild des verletzten Bremer AfD-Politikers Frank Magnitz sowie laminierte Blätter mit Aussagen führender Politiker der Grünen und der SPD abgelegt worden.

Über den Inhalt machte die Polizei keine Angaben, teilte jedoch mit, dass die Bilder den Schriftzug der Identitären Bewegung trugen. Die strafrechtliche Relevanz der Plakate werde geprüft. Der Staatsschutz der Kriminalpolizei in Anklam ermittelt.

Nach eigenen Angaben wollte die Identitäre Bewegung mit der Aktion gegen eine Verharmlosung linker Gewalt protestieren. Ziele waren in Berlin auch die „taz“, die Zentralen von SPD und Grüne sowie das ARD-Hauptstadtbüro. Die Berliner Polizei geht von einer konzertierten, politisch motivierten Aktion aus. Vorfälle wurden aus mehreren Bundesländern gemeldet. Die Identitäre Bewegung wendet sich gegen „Multikulti-Wahn“, „unkontrollierte Massenzuwanderung“ und den „Verlust der eigenen Identität“. dpa

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Schweriner Volkszeitung vom 15.01.2019

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