Identitäre verlegen Zentrale ins Gewerbegebiet

Nachdem Ende Oktober vergangenen Jahres beobachtet wurde, wie die Identitären aus ihrem Domizil im Rostocker Bahnhofsviertel ausgezogen sind, ist nun die neue Anschrift der Identitären bekannt. Nach der attraktiven Innenstadtlage mit direkter Nähe zum Hauptbahnhof befindet sich die neue Adresse im Gewerbegebiet.

Der Druck der Öffentlichkeit hat den ehemaligen Standort unattraktiv für die Identitären werden lassen. Es war ihnen dort nicht mehr möglich, ungestört und ohne Aufmerksamkeit von wachsamen Nachbar_innen zu agieren. „Standen sie im Bahnhofsviertel im Fokus der Öffentlichkeit, die ihr Treiben genau beobachtete, legen sie jetzt Wert auf Agieren im Verborgenen“, so Martin Lichterfelde, Sprecher der Initiative Resistance.

Die neuen Räumlichkeiten befinden sich in der Schutower Ringstraße 6. Im Handelsregister ist Daniel Sebbin, IT-Verantwortlicher für die bundesweite Struktur, mit den Firmen Okzident Media und Schanze Eins als Geschäftsführer mit dieser Adresse gemeldet. Ziel der identitären Firmen ist, durch verschiedene Dienstleistungen Geld für die Struktur zu verdienen und ihr Netzwerk auszubauen. Daniel Sebbin war zuletzt am vergangenen Montag in einem Video der Identitären zu beobachten, als er im Rahmen einer bundesweit angelegten Aktion gegen angebliche linke Gewalt bei einem körperlichen Angriff gegen eine Mitarbeiterin der taz seinem Berliner Kollegen Robert Timm zusah.

„Jetzt braucht es Kontinuität, um die gefährlichen Umtriebe der Identitären aufzudecken“, so Lichterfelde. „Im Bahnhofsviertel hat sich gezeigt, dass die stetige und kritische Beobachtung und Aufmerksamkeit letztendlich so ungemütlich wurde, dass die Identitären die Räume aufgegeben haben.“ In Rostock ist kein Platz für die identitäre Bundeszentrale mit ihren menschenverachtenden und nationalistischen Bestrebungen. Die Initiative Resistance wird weiter dafür sorgen, dass die Aktivitäten der Identitären nicht unentdeckt bleiben und Aufklärungsarbeit leisten. Die Zivilgesellschaft ist weiter aufgefordert, auch an dem neuen Ort ihren Unmut kund zu tun.

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