Kategorie: Demo 07.04.2018

Hier findest du alles zu unserer Demo „Kein Raum für Nazis – Zentrale der Identitären dichtmachen!“

Redebeitrag vom Rätekommunistischem Arbeiter_innebund und IWW

Klassenkämpferischer Aufruf zur Demonstration gegen die Bundeszentrale der „Identitären Bewegung“ in Rostock am 07. April.
Die Identitären haben sich in der Graf-Schack-Straße im Rostocker Bahnhofsviertel eingenistet. Sie geben die Adresse als Bundeszentrale ihrer „Bewegung“ an. In der Nachbarschaft zu Maklerbüros, Versicherungsfilialen und Zahnarztpraxen betreiben sie ihren Internethandel mit neofaschistischen Propagandamitteln. Die Räumlichkeiten dienen der Lagerung von Material oder dem Treffen mit Kameraden. Dass diese Infrastruktur der rechten Gruppe in Rostock liegt, ist kein Zufall, denn einige relevante Kader sind Rostocker. Dass es die Faschist_innen in das Villenviertel gezogen hat, ist neben der kameradschaftlichen Verflechtung mit dort ansässigen Onlineunternehmern wohl auch der Tatsache geschuldet, dass diese Umgebung ihrem elitären Selbstbild gerecht wird. Neben der Upper Class residieren hier diverse Burschenschaften mit teils extrem rechten Grundprinzipien, wie etwa die Redaria Alemania(!). Es verwundert nicht, dass IB-Mitglieder gleichzeitig auch Redaren sind. Der Elitarimus, Sexismus und Sozialchauvinismus der Verbindungen, denen die IB nahe steht, ist ein wesentliches, gemeinsames Element der Akteure. Es ist dieser Anspruch des rechten Avantgardismus, welcher sich in der Wahl des Standortes niederschlägt und der die Identitären von anderen rechten Szenen und Gruppen wiederum maßgeblich unterscheidet. Während Kameradschaften oder NPD einen plumpen, antisemitischen pseudo-Antikapitalismus propagieren, der die „rassisch einwandfreien Angehörigen der Volksgemeinschaft“ als gleiche annimmt, ohne dabei die Klassen aufzulösen, ist bei den Identitären vom Kapitalismus so gut wie nicht die Rede. Weiterlesen

Redebeitrag Demo 07.04. aus feministischer Perspektive

Redebeitrag aus feministischer Perspektive 07.04.2018

Die „Identitären“, eine neofaschistische Gruppierung mit Bundessitz in der Graf-Schack-Straße 7, versuchen sich immer wieder als hippe Jugendbewegung zu tarnen. Dabei ist ihr altbekannter Rassismus aber nicht zu verstecken. Genau wie NPD, AfD und andere Nazi-Gruppierungen schreiben sie Menschen unabänderbare Eigenschaften zu, aufgrund von angenommener Herkunft, bzw., wie die Identitären sagen „Kultur“. Begriffe wie „Kultur-“ oder „Heimatkreise“ wurden schon zur Zeit des Nationalsozialismus benutzt und sind deshalb nichts neues, sondern genau die gleiche rassistische Scheiße. Das ist auch nicht verwunderlich, denn viele ‚identitäre‘ Kader sind bereits durch ihre Vergangenheit in der NPD Jugendorganisation „Junge Nationalisten“, Kammeradschaften oder völkischen Siedler-Gruppen bekannt. Was etwas neuer ist, ist ihre Verbreitung von Ideologien über Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter, Instagramm und Co. Sie dokumentieren ihre Aktionen, wie beispielsweise die Besetzung des Brandenburger Tors mit Fotos und Video Aufnahmen, die sie medial ausschlachten um eine möglichst große Öffentlichkeit zu erreichen, so schaffen sie es oft Aktionen relevanter erscheinen zu lassen, als sie eigentlich sind. Zuletzt sind die ‚Identitären‘ hier in Rostock bei einer Störaktion in der Uni auffällig geworden. ‚Identitäre‘ aus sieben Bundesländern reisten an, um eine Veranstaltung des Zentrums für politische Schönheit für ganze zwei Minuten zu stören und danach alles ins Netz zu stellen. Dreh- und Angelpunkt war dabei die bereits erwähnte Graf-Schack-Straße 7: Zur Vorbereitung, zur Nachbereitung, zum sich-selber-feiern. Weiterlesen

Redebeitrag Demo 07.04. aus jugendlicher Perspektive

Rote Jugend statt gelbe Scheiße – Hammer und Sichel statt Lambda

Wir sind heute auf der Straße, weil die Identitären in unserer Stadt ihre Bundeszentrale eröffnet haben und versuchen, ihr faschistisches Weltbild, unter dem Begriff einer sogenannten nationalen Revolution hier zu verbreiten. Sie versuchen, ihre lächerlichen Traditionen im Sinne von antisemitischem und völkischem Gedankengut in die Mitte der Gesellschaft zu tragen. Für uns ist das nicht hinnehmbar!
Aus unserer Stadt heraus planen sie Aktionen, die in sozialen Medien aufgebauscht werden, sie kleben rassistische Sticker und wollen mit vermeintlich kecken Sprüchen wie „Jugend ohne Migrationshintergrund “ punkten. Sie fahren aufs Mittelmeer, um Rettungsaktionen für Geflüchtete zu verhindern und sie dem Ertrinken zu überlassen. Sie hetzen gegen unsere Freund*innen und Genoss*innen, weil sie vielleicht nicht hier geboren wurden, sich nicht auf Nation und Tradition beschränken wollen, oder nicht bereit sind, den Geschlechterrollen der Identitären zu entsprechen. Weiterlesen

Redebeitrag Demo 07.04. aus migrantischer Perspektive

As Salamu alaykum, Rojbas, Merhaba und Hallo Rostock!

Auf der Homepage der Identitären MV steht geschrieben: „Von Integration kann schon lange keine Rede mehr sein“ Guckt uns doch an, wir sind kein Einzelfall. Integration ist nicht das Problem wenn in dem Land Rassismus herrscht. Wir müssen das Doppelte, das Dreifache an Aufwand leisten und erhalten die Hälfte der Anerkennung.
Tagtäglich haben Menschen mit Migrationshintergrund den Drang uns selbst zweifach, als Frau auch dreifach beweisen zu müssen: bloß nicht auffallen, Sprache perfektionieren, beweisen dass wir eben keine Kanack/innen sind, die aus Spaß demonstrieren.
Wir sind hier und demonstrieren für unsere, für die Sicherheit vor den Identitären auf den Straßen der KTV, aber auch, wie die Identitären es nennen, Sicherheit in unseren „Multikulti Ghettos“
Nazis raus aus den Kneipen in Lütten Klein, verboten sei es euch Döner bei Mister Kebap zu kaufen oder Obst vom Lieblingsaraber auf dem Wochenmarkt in Lichtenhagen. Weiterlesen