Kategorie: Presseschau

Hier sind diverse Artikel und Presseveröffentlichungen zu den „Identitären“, ihren Verknüpfungen zur AfD und ihren Aktivitäten gesammelt.

Arppes Hetze war selbst der AfD zu viel

Schiedsgericht begründet Ausschluss von Ex-Chef

Nach dem Rauswurf des früheren AfD-Landesvorsitzenden Holger Arppe hat das Landesschiedsgericht der Partei nun ausführlich die Gründe für den Ausschluss dargelegt. Demnach hat der umstrittene Politiker mit gewaltverherrlichenden Beiträgen in einem internen Chat erheblich gegen die Grundsätze der AfD verstoßen und einen schweren Schaden für die Partei verursacht. Arppe habe zudem mit seinen Äußerungen die Glaubwürdigkeit der AfD als rechtsstaatliche Partei untergraben und den innerparteilichen Frieden gestört, erklärt das unter Vorsitz von Juraprofessor Ralph Weber stehende Gremium. Weiterlesen

Holm wirft Sellering „Hetze“ vor

Schwerin. Die erste spontane Rede des Ex-Ministerpräsidenten Sellering nach seiner schweren Krebserkrankung hat viel Aufsehen erregt. Nun reagiert der AfD-Landesvorsitzende Holm – und teilt ordentlich aus. Scharfe Töne von AfD-Landeschef Leif-Erik Holm. Der Bundestagsabgeordnete hat Ex-Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) Hetze vorgeworfen. Weiterlesen

Bewusste NPD-Provokation? AfD-Abgeordneter Weber wünscht 
migrantischen Unternehmerinnen „gute Heimreise“

Fast zwei Jahre ist es her, dass die NPD in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Landtag flog. Nicht zuletzt geschah dies aufgrund einer deutlich erstarkten „Alternative für Deutschland“. Jüngst spalteten sich vier Abgeordnete von der AfD im Schweriner Parlament ab und gründeten eine eigene, gemäßigtere Fraktion. „Zu radikal“, so die Begründung. Was damit gemeint sein könnte, veranschaulichte in der gestrigen Plenarsitzung der AfD-Abgeordnete Ralph Weber. Am Rednerpult bediente er sich einer alltäglichen Formulierung, mit der zuvor die NPD in zahllose fremdenfeindliche Wahlkämpfe zog. Weiterlesen

Demos in Lütten Klein bleiben friedlich

AfD zieht mit 500 Anhängern durch Stadtteil / 600 Polizisten aus vier Bundesländern im Einsatz

Einmal mehr fielen Straßenbahnen und Busse aus, einmal mehr sperrten Stadt und Polizei weiträumig Straßen ab: Zum vierten Mal binnen weniger Wochen ist die Alternative für Deutschland (AfD) im Rostocker Nordwesten auf die Straße gegangen. Nach Zählungen der OZ demonstrierten am Montagabend rund 500 Anhänger der Partei in Lütten Klein gegen die angebliche Islamisierung Rostocks und unkontrollierte Zuwanderung. Die gute Nachricht: Es blieb friedlich – trotz erneut zahlreicher Gegenkundgebungen. Weiterlesen

PRESSEMITTEILUNG: Tagung zu Identitären in Rostock abgesagt

Rostock. Die Initiative „Résistance – Keine Identitären-Zentrale in Rostock“ hatte für den kommenden Freitag eine ganztägige wissenschaftliche Tagung unter dem Namen „Die neue „Bewegung“ von rechts? Die Identitäre Bewegung – was ist das?“ angekündigt. Die Tagung muss nun kurzfristig aufgrund mehrerer Krankheitsmeldungen von Referierenden abgesagt werden.

Martin Lichterfelde, Sprecher der Initiative, zeigt sich enttäuscht: „Die Tagung stieß auf großes Interesse seitens der wissenschaftlichen Community und Öffentlichkeit. Wir verstehen jedoch, dass die Gesundheit der Referierenden selbstverständlich vorgeht.“ Gleichzeitig versichert Lichterfelde jedoch optimistisch:„Damit diesem Interesse Rechnung getragen werden kann, wird der Termin im Herbst nachgeholt.“

Rechtsprofessor der AfD fliegt aus Hotelzimmer

Ein Augsburger Hotel hat den Mecklenburg-Vorpommerschen Landtagsabgeordneten Ralph Weber (AfD) wieder ausgeladen. Der fühlt sich nun an die Judenverfolgung erinnert.

Augsburg. So weit ist es jetzt also schon gekommen. Ralph Weber, AfD-Abgeordneter im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, fühlt sich an ganz schlimme Zeiten erinnern. Er wittert eine „Pogromstimmung“ im Land, sieht sich und seine Partei Nazi-Methoden ausgesetzt. Der Grund: Ein Augsburger Hotel hat ihm und seiner Frau in dieser Woche ein bereits gebuchtes Zimmer wieder storniert. Dies sei „skandalös“ und „feige“, schreibt er auf seiner Facebook-Seite. Er vergleicht dies mit nichts weniger als der Verfolgung der Juden in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus. Weiterlesen

Pressemitteilung: Initiative veranstaltet wissenschaftliche Tagung zu Identitären

Rostock. Anfang April demonstrierten 1000 Menschen gegen die Bundeszentrale der sogenannten „Identitären Bewegung“ im Rostocker Zentrum. Die friedliche Demonstration bildete den vorläufigen Höhepunkt der Kampagne „Kein Raum für Nazis – Zentrale der Identitären dichtmachen“, welche die Initiative „Résistance – Keine Identitären-Zentrale in Rostock“ ins Leben rief. Nun folgt die nächste Großveranstaltung der Gruppe. Gemeinsam mit Universität und Studierendenvertretung wurde eine ganztätige Tagung organisiert, die am 15. Juni 2018 ab 10 Uhr in der Aula des Universitätshauptgebäude stattfinden wird.

Eingeladen wurden Wissenschaftler_innen und Journalist_innen aus Österreich und Deutschland. „Wir haben die Tagung thematisch geteilt. Die ersten beiden Referierenden werden über die strukturelle Aufstellung der Identitären in Europa und Deutschland sprechen. Im zweiten Teil geht es um die ideologische Aufstellung, nämlich wie sich der Antifeminismus und Antisemitismus der Identitären äußert“, so Martin Lichterfelde, Sprecher der Initiative. Jan Müller, wissenschaftlicher Mitarbeiter am politikwissenschaftlichen Institut der Universität Rostock, wird durch den Tag als Moderation leiten.

„Wir wünschen uns selbstverständlich einen wissenschaftlichen Diskurs innerhalb und außerhalb der Universität, der auch über die Tagung hinausgeht.“, hofft Lichterfelde. Die öffentliche Tagung richte sich jedoch nicht nur an Studierende und Universitätsangehörige, sondern insbesondere auch Lehrerinnen und Lehrer und eine interessierte Öffentlichkeit. Die Tagung beginnt um 10 Uhr und ist kostenfrei.

RECHTSEXTREME WOLLTEN SPD IN MV UNTERWANDERN

Um sich gegen Übergriffe der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ von innen zu schützen, wollen die Jusos in MV am Samstag einen neuen Grundsatz erlassen. Auf ihrem Parteitag geht es aber auch um andere Dinge. In mindestens drei Fällen haben aktive Rechtsextreme versucht, in die Nordost-SPD einzutreten. Bei einem davon handele es sich sogar um den Landeschef der „Identitären Bewegung“ aus Rostock, sagte ein Parteisprecher am Freitag dem Nordkurier. Weiterlesen