Kategorie: Presseschau

Hier sind diverse Artikel und Presseveröffentlichungen zu den „Identitären“, ihren Verknüpfungen zur AfD und ihren Aktivitäten gesammelt.

Wittenburg: AfD, Neonazis und Reichsbürger auf Mahnwache

Im mecklenburgischen Wittenburg wurde vergangenes Wochenende ein Rentner ermordet, tatverdächtig ist ein Asylbewerber. In den letzten Tagen versammelten sich neben Neonazis und Reichsbürgern vor allem AfD-Anhänger vor Ort, die Mobilisierung verlief jedoch schleppend. Ursprünglich deklariert als Mahnwache, verstiegen sich die AfD-Landesvorsitzenden in klassische Anti-Asyl-Reden und beschwörten viele weitere Tote herauf. Weiterlesen

KTV will AfD-Demo verbieten

Am 12. Dezember plant die Partei Veranstaltung im Stadtteil  / Ortsbeirat fürchtet Einschränkungen

Der Ortsbeirat der Kröpeliner-Tor-Vorstadt zeigt klare Kante: Die Stadtteilvertretung will nicht, dass das öffentliche Leben im Viertel lahmgelegt wird – dass Busse und Straßenbahnen nicht mehr fahren, Läden und Restaurants dichtmachen müssen, Schulen und Kitas früher schließen. Doch genau das fürchten die Politiker für den 12. Dezember. Für diesen Tag hat die Alternative für Deutschland (AfD) nämlich erneut eine Demonstration angemeldet. Mitten in der KTV. Der Ortsbeirat fordert die Stadt und die Polizei in einem Positionspapier nun dazu auf, die Demo der AfD zu verbieten. Weiterlesen

Zwischenruf bringt AfD-Fraktionschef in Schwierigkeiten

Durch diskriminierende Äußerungen fiel Nikolaus Kramer im Landtag auf. Das hat Folgen für ihn und einen weiteren Abgeordneten.

Schwerin. Das Landtagspräsidium hat wegen der wiederholten Verwendung des Begriffes „Neger“ in einer Landtagsdebatte im Oktober gegen AfD-Fraktionschef Nikolaus Kramer nachträglich einen Ordnungsruf verhängt Weiterlesen

2200 Rostocker pfeifen AfD-Demo aus

Ein paar Eierwürfe – aber das war’s: Bei den Kundgebungen am Freitagabend im Hansaviertel blieb es friedlich

Hansaviertel. Ob es an der Kälte, an den Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt lag? Bei den mit Spannung erwarteten Kundgebungen am Freitagabend im Rostocker Hansaviertel blieb es jedenfalls absolut friedlich. Beide Seiten – die Anhänger der Alternative für Deutschland und auch die Gegendemonstranten – behielten auch bei der mittlerweile achten Demo der AfD in diesem Jahr in der Hansestadt einen kühlen Kopf. Protest ja, Gewalt nein. Weiterlesen

Hunderte Greifswalder stellen sich AfD-Demo in den Weg

Proteste gegen 250 demonstrierende Rechtspopulisten verlaufen friedlich

Greifswald. Die AfD-Demonstration in der Greifswalder Innenstadt sorgte am Sonnabend für einen breiten Gegenprotest. Die 250 Anhänger der rechtspopulistischen AfD trafen nach Polizeiangaben auf etwa fünfmal so viele Gegendemonstranten. Die Veranstalter gehen sogar von 1500 Teilnehmern der fünf angemeldeten Protestaktionen aus. Die AfD-Demo konnte wegen mehrerer Sitzblockaden nicht ihre geplante Route nehmen, sondern wurde von der Polizei zweimal umgeleitet. Weiterlesen

AfD scheitert mit Moschee-Ablehnung

So turbulent ging es lange nicht mehr zu im Rathaus: Die Stadtvertreter wurden gestern Abend schon vor der Tür von etwa 30 Demonstranten mit Rasseln und Plakaten mit der Aufschrift „Moschee ne“ empfangen. Denn auf der Tagesordnung der Kommunalpolitiker stand ein Antrag der drei AfD-Stadtvertreter, der ein Verbot des Verkaufs städtischer Grundstücke und Liegenschaften an den Islamischen Bund vorsah. Weiterlesen

Pressemitteilung: Auszug der Identitären Bundeszentrale

Erfolgsmeldung aus Rostock: Die Initiative „Résistance – Keine Identitären Zentrale in Rostock“ hat nach gut 2 Jahren ihr Ziel erreicht: Die Bundeszentrale der Identitären macht dicht. „Unser langer Atem zahlt sich aus“, sagt Martin Lichterfelde, Pressesprecher der Initiative „Résistance – Keine Identitären-Zentrale in Rostock“, freudig. Ende 2016 entstand in Rostock das strukturelle und organisatorische Zentrum der Bundesidentitären. Auf 100qm zentrumsnaher Büroetage wurde für den Bundesverband die Mitglieder- und Strukturverwaltung, Kampagnenplanung und der vereinseigene Versandhandel „IBLaden“ betrieben. Ein Blick auf zentrale Internetseiten der Identitären zeigt die Adresse des rechten Hauptquartiers: Graf Schack Straße 7. Doch am vergangen Wochenende wurde dem vorläufig ein Ende gesetzt: „Wir haben reges Auszugstreiben beobachtet.“, erklärt Lichterfelde.
Seit 2016 beschäftigt sich die Initiative mit den Identitären in der Hansestadt und den bundesweiten Verstrickungen der Rostocker Kader. Nach umfangreicher inhaltlicher und struktureller Aufarbeitung, nahm die Initiative im Frühjahr diesen Jahres besonders die identitäre Bundeszentrale in den Blick. „Wir haben immer wieder auf die Gefahren der Identitären, ihren strukturellen und personellen Überschneidungen zur AfD und der zentralen, strukturgebenden Rolle der Rostocker Kader im bundesweiten Kontext hingewiesen.“, klärt Lichterfelde. Auch ein offener Brief, getragen von über 30 zivilgesellschaftlichen Organisationen, Landtagsabgeordneten und Kommunalpolitikern, der die Vermietung der Büroetage aufforderte, den Mietvertrag mit der rechten Organisation aufzukündigen, wurde veröffentlicht. Im April 2018 beteiligten sich 1000 Rostockerinnen und Rostocker an einer Demonstration gegen die identitäre Bundeszentrale.
„Der zivilgesellschaftliche Druck und der Druck von der Straße waren enorm. Wir haben es ermöglicht, dass es die Bundeszentrale an diesem Standort vorerst nicht mehr gibt. Das ist ein großer Erfolg“, versichert der Pressesprecher. Gleichzeitig zeigt sich Lichterfelde jedoch auch besorgt. Man müsse wachsam bleiben und die Struktur weiterhin genau beobachten, ebenso, ob und wie sich nun die Aktivitäten der Kader verlagern. Ein Umzug in ein anderes Objekt sei nicht ausgeschlossen, ebenso eine Umstrukturierung.

Ortsbeirat gegen AfD-Demo

Hansaviertel. Der Ortsbeirat Hansaviertel wurde darüber informiert, dass für den 16. November eine Demonstration der Alternative für Deutschland (AfD) im Hansaviertel angemeldet wurde. In der Sitzung des Ortsbeirates wurde dazu ein Positionspapier beschlossen: Der Ortsbeirat lehnt eine Route der AfD-Demo im Hansaviertel und in ganz Rostock ab. Insbesondere durch die regelmäßigen Sperrungen bei den Spielen des FC Hansa Rostock habe sich gezeigt, dass die straßenräumlichen Gegebenheiten im Hansaviertel hierfür nicht vorhanden sind. Der Ortsbeirat steht für eine offene, bunte und vielfältige Gesellschaft. Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und menschenverachtende Hetze haben im Hansaviertel und darüber hinaus keinen Platz, so der Ortsbeirat.

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Ostsee-Zeitung-Rostock vom 26.10.2018