Kategorie: Über die Identitären

Politische Ausrichtung und Ziele der „Identitären“

Die „Identitären“ und ihre Ideologien folgen dem Konzept des Ethnopluralismus, der besagt, dass eine kulturelle „Reinhaltung“ notwendig ist. Anders als im dritten Reich, beziehen sie sich dabei aber nicht auf biologische Abstammung, sondern allein auf die Zugehörigkeit der „Ethnien“. Eine „fremde“ Kultur oder Gesellschaft bedroht damit aus ihrer Sicht die „Europäische Identität“. Deshalb ist eines ihrer Ziele die Verhinderung des – in ihren Augen – stattfindenden „großen Austauschs“.

Hinter ihrer neofaschistischen Ideologie verbergen sich aber sozialdarwinistische Sichtweisen und ein ganz klar zu erkennender Rassismus. Oft wird hierbei aber über „Rassismus ohne Rassen“ gesprochen, da die „Identitären“ ganz bewusst das Wort Rasse meiden und statt dessen Worte wie „Kultur“, „Ethnie“, „Volk“ oder „Nation“ verwenden. Die Identitären fordern eine Bewahrung der ethnokulturellen Identität als Grundkonsens der Gesellschaft und sehen damit jede Form von „fremder“ Kultur als Feind. Darüber hinnaus haben sie ein stark biologitisches Geschlechterbild mit starren Männer- und Frauenrollen, trotzdem probieren sie daen Schein einer emanzipatorischen „Bewegeung“ aufrecht zu erhalten. Sie versuchen eine hippe, moderne Aussendarstellung zu bewahren, bezeichnen sich als 0% rassistisch, stellen sich als die Beschützer „ihrer“ Frauen dar und betonen das sie die letzte Generation seien die die Überfremdung Europas verhindern kann. Sie werden vom Verfassungsschutz beobachtet und ganz klar als eine gewaltbereite Rechtsradikale Gruppe eingeordnet.

„Identitäre“ Schnittmengen

Die Ostsee-Zeitung titelte heute „Rechtsruck bei Rostocks AfD?“. Die Überschrift mutet zwar etwas zum Schmunzeln an, stellt sich doch die Frage, wohin die AfD noch rücken soll – nichts desto trotz finden sich in dem Artikel aktuelle Einblicke in die Arbeit des Rostocker Kreisverbandes der Partei. So geht es vor allem um das Statement des aktuellen Vorstandsvorsitzenden Volker Litke, der eine Zusammenarbeit mit „Identitären“ forciert. Weiterlesen

Bewertung der „identitären“ Störaktion in Rostock

// Der Vorfall
Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Rostock hatte am 02. Februar 2018 zu 18:00 Uhr in den Audimax auf den Ulmencampus geladen. Sprechen sollte eine Referentin des „Zentrum für Politische Schönheit“ (ZPS) zum Thema „Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert“ – im Fokus stand dabei die ZPS-Aktion in der Nähe des Höcke-Anwesens im thüringischen Bornhagen. Der Einladung des AStAs folgten circa 150 Gäste.

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Warum sind „Identitäre“ Faschistinnen und Faschisten?

In der Traditionslinie von Faschisten

„Die Identitären“ stehen – wie sie selbst sagen – in der Tradition der so genannten „Konservativen Revolution“, dies ist eine Sammelbezeichnung für politische Theoretiker der 1920er Jahre, welche vor allem auszeichnete, dem Liberalismus feindlich gegenüber zu stehen. Schon damals in den 1920er Jahren wurde diese Bezeichnung als irreführend bezeichnet und diese Autoren von zeitgenössischen Wissenschaftler_innen als faschistisch eingestuft. Zwar grenzten sie sich vom Nationalsozialismus ab, aber vertraten durchaus Positionen eines völkischen Rassismus, Nationalismus und waren dem Führerprinzip nicht abgeneigt. Weiterlesen

Warum „die Identitären“ keine Bewegung sind!

Was zeichnet eine Bewegung aus?

Von einer sozialen Bewegung ist die Rede, wenn diese aus einem Netzwerk aus verschiedenen Organisationen und Gruppierungen besteht, welche sich zweckdienlich zu einem größerem Ganzen zusammengeschlossen haben, um gemeinschaftlich einen gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Wandel herbeizuführen. Weiterlesen